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Darfur-Hilfe / Sudan: Themenabend Sudan in Marburg am 27.11.2012

Themenabend Sudan in Marburg am 27.11.2012

Zu einem Themenabend „Brennpunkt: Sudan“ lädt Amnesty Marburg am 27. November in das Gemeindehaus der kath. Gemeinde St. Peter und Paul in der Biegenstraße 18 ein.

Um 19.30 Uhr beginnen Vorträge zur politischen Lage, der Situation der Menschenrechte und zu Handlungsoptionen am Beispiel des Vereins Darfur-Hilfe.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Amnesty Marburg, Darfur-Hilfe e. V., des Instituts für Friedens- und Konfliktforschung und des Marburger Weltladens.

Donnerstag, 2012-11-08

via Darfur-Hilfe / Sudan: Themenabend Sudan in Marburg am 27.11.2012.

Darfur-Hilfe / Sudan: Darfur – Ernährungskrise zwischen Konflikt und Klimawandel

Darfur – Ernährungskrise zwischen Konflikt und Klimawandel

Vortrag und Diskussion am Samstag, 6. Oktober 2012, 14 – 17.30 Uhr

Die Brücke, Internationales Zentrum der Universität,

Wilmergasse 2

Die Großregion Darfur (Westsudan/ Osttschad) befindet sich in einer chronischen Ernährungskrise. Sie war bisher geprägt durch Landnutzungskonflikte, Krieg bis hin zum Völkermord, aber auch durch einen Klimawandel mit starken Desertifizierungsprozessen. Heute hängen große Teile der Bevölkerung von externer Nahrungsmittelhilfe ab. Vorträge mit Bildmaterial werden die Situation analysieren. Darfuris und Deutsche diskutieren Lösungsstrategien und Perspektiven zu nachhaltiger und friedlicher Entwicklung.

Referenten: Prof. Dr. Fouad Ibrahim, Ahmed Musa Ali, Dr. Kajo Schukalla u. a.

Veranstalter: Gesellschaft für bedrohte Völker und Darfur-Hilfe

Eintritt frei

Mittwoch, 2012-08-29

Darfur-Hilfe / Sudan: Hunger und Krankheit. Über den Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit

Hunger und Krankheit. Über den Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit

Mit Beispielen aus der eigenen Geschichte und der afrikanischen Gegenwart

  • Sonntag, 16. September 2012, 11 – 13 Uhr
    Lepramuseum Kinderhaus, Leprosenhaus,
  • Kinderhaus Nr. 15 an der St. Josef-Kirche,
    Münster, Alt Kinderhaus

Gesundheit und Ernährung stehen in vielfacher Wechselbeziehung. Die Veranstaltung greift an historischem Ort, dem Leprosenhaus in Kinderhaus, das Thema Krankheit und Hunger auf und widmet sich der Lepra in der eigenen Geschichte sowie Krankheiten im heutigen Afrika, insbesondere in der Sudan-Zone. Dabei geht es um Auswirkungen auf die Ernährungssituation. Unterernährung wiederum macht anfällig für Krankheiten. Hunger und Krankheit mit ihrer Wechselwirkung bleiben auch eine entwicklungspolitische Herausforderung.

Referenten: Dr. Ralf Klötzer, Ahmed Musa Ali u. a.

Veranstalter: Gesellschaft für bedrohte Völker, Darfur-Hilfe in Zusammenarbeit mit dem Lepramuseum der Gesellschaft für Leprakunde

Eintritt frei

GfbV erinnert an Völkermord in Südsudan

Nachrichten

Gesellschaft für bedrohte Völker erinnert an jahrzehntelangen Völkermord und fordert Unterstützung für Aufbau eines demokratischen Südsudan

Anlässlich des Referendums über eine Unabhängigkeit des Südsudan am kommenden Sonntag hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag auf einer Pressekonferenz in Berlin an das jahrzehntelange Leiden der südsudanesischen schwarzafrikanischen Bevölkerung erinnert. Der Präsident der GfbV International, Tilman Zülch, forderte die Bundesregierung dazu auf, nach fünfeinhalb Jahrzehnten Völkermord im Südsudan jetzt den Aufbau eines demokratischen Staates zu unterstützen.

Als „deutliches Zeichen tatkräftiger Hilfe“ sollte Berlin dringend eine repräsentative diplomatische Vertretung in der südsudanesischen Hauptstadt Juba errichten, sagte der Menschenrechtler.

Bei der Entwicklung einer Verfassung könnte das Max-Planck-Institut für Völkerrecht in Heidelberg wertvolle Unterstützung leisten. Die südsudanesische Exilgemeinde in Deutschland wünsche sich außerdem Hilfe bei der Errichtung des Universitäts- und Schulsystems sowie von Einrichtungen für die handwerkliche und technische Ausbildung. Deutschland solle zudem die Entwicklungshilfe wesentlich verstärken und großzügig Gelder für die Wiedereingliederung südsudanesischer Flüchtlinge zur Verfügung stellen, die aus dem Nordsudan und den Nachbarstaaten zurückkehren könnten.

„Drei Generationen der Dinka, Nuer, Schilluk und Anuak, der Bari, Zande und anderer schwarzafrikanischer Völker haben Frieden so gut wie niemals kennen gelernt“, sagte Zülch. Von 1955 bis heute fielen im Südsudan, in den Nuba-Bergen und zuletzt in Darfur bis zu vier Millionen Schwarzafrikaner Völkermordverbrechen zum Opfer. Nachdem die britische Kolonialmacht den Süden des Landes der Herrschaft des arabischen Nordsudan ausgeliefert hatte, ließ das Regime in Khartum schon in den 50er und 60er Jahren dort ganze Dorfgemeinschaften auslöschen. Christliche Gemeinden wurden in ihren Kirchen eingesperrt und verbrannt, südsudanesische Führungskräfte liquidiert und unzählige Südsudanesen zu Tode gefoltert. Nach einem kurzen Frieden wurde von 1983 an der Vernichtungskrieg mit Massakern, Massenvertreibungen, der gezielten Bombardierung von Schulen, Krankenhäusern und anderen zivilen Einrichtungen fortgeführt. Auch Hunger wurde gezielt als Waffe eingesetzt und große Teile des Landes wurden systematisch verwüstet. Millionen Schwarzafrikaner mussten fliehen.
Der Südsudan ist Symbol für jahrzehntelang unbeachteten, verdrängten, verleugneten Genozid geworden. Die Politik der religiösen Unterdrückung, ökonomischen Ausbeutung, „rassischen“ Verfolgung und sozialen Diskriminierung dauerte dort bis 2005. „Viele Jahre unterstützten europäische oder nordamerikanische Regierungen die wechselnden sudanesischen Regimes“, sagte Zülch. „Jetzt ist es endlich Zeit, Wiedergutmachung zu leisten.“

Freitag, 2011-01-07 15:50 Alter: 4 Years

Gesellschaft für bedrohte Völker fordert Unterstützung für Aufbau eines demokratischen Südsudan

Anlässlich des Referendums über eine Unabhängigkeit des Südsudan am kommenden Sonntag hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag den 7.1.2011 auf einer Pressekonferenz in Berlin an das jahrzehntelange Leiden der südsudanesischen schwarzafrikanischen Bevölkerung erinnert. Der Präsident der GfbV International, Tilman Zülch, forderte die Bundesregierung dazu auf, nach fünfeinhalb Jahrzehnten Völkermord im Südsudan jetzt den Aufbau eines demokratischen Staates zu unterstützen.

Berlin soll repräsentative diplomatische Vertretung in der südsudanesischen Hauptstadt errichten

Als „deutliches Zeichen tatkräftiger Hilfe“ sollte Berlin dringend eine repräsentative diplomatische Vertretung in der südsudanesischen Hauptstadt Juba errichten, sagte der Menschenrechtler.
Bei der Entwicklung einer Verfassung könnte das Max-Planck-Institut für Völkerrecht in Heidelberg wertvolle Unterstützung leisten. Die südsudanesische Exilgemeinde in Deutschland wünsche sich außerdem Hilfe bei der Errichtung des Universitäts- und Schulsystems sowie von Einrichtungen für die handwerkliche und technische Ausbildung. Deutschland solle zudem die Entwicklungshilfe wesentlich verstärken und großzügig Gelder für die Wiedereingliederung südsudanesischer Flüchtlinge zur Verfügung stellen, die aus dem Nordsudan und den Nachbarstaaten zurückkehren könnten.

Frieden „so gut wie niemals kennen gelernt“

„Drei Generationen der Dinka, Nuer, Schilluk und Anuak, der Bari, Zande und anderer schwarzafrikanischer Völker haben Frieden so gut wie niemals kennen gelernt“, sagte Zülch. Von 1955 bis heute fielen im Südsudan, in den Nuba-Bergen und zuletzt in Darfur bis zu vier Millionen Schwarzafrikaner Völkermordverbrechen zum Opfer. Nachdem die britische Kolonialmacht den Süden des Landes der Herrschaft des arabischen Nordsudan ausgeliefert hatte, ließ das Regime in Khartum schon in den 50er und 60er Jahren dort ganze Dorfgemeinschaften auslöschen. Christliche Gemeinden wurden in ihren Kirchen eingesperrt und verbrannt, südsudanesische Führungskräfte liquidiert und unzählige Südsudanesen zu Tode gefoltert. Nach einem kurzen Frieden wurde von 1983 an der Vernichtungskrieg mit Massakern, Massenvertreibungen, der gezielten Bombardierung von Schulen, Krankenhäusern und anderen zivilen Einrichtungen fortgeführt. Auch Hunger wurde gezielt als Waffe eingesetzt und große Teile des Landes wurden systematisch verwüstet. Millionen Schwarzafrikaner mussten fliehen.

Südsudan ist „Symbol für jahrzehntelang unbeachteten, verdrängten, verleugneten Genozid“

Der Südsudan ist Symbol für jahrzehntelang unbeachteten, verdrängten, verleugneten Genozid geworden. Die Politik der religiösen Unterdrückung, ökonomischen Ausbeutung, „rassischen“ Verfolgung und sozialen Diskriminierung dauerte dort bis 2005. „Viele Jahre unterstützten europäische oder nordamerikanische Regierungen die wechselnden sudanesischen Regimes“, sagte Zülch. „Jetzt ist es endlich Zeit, Wiedergutmachung zu leisten.“