"Die Landschaft ist geprägt von Trockensavanne, also im Bereich der Sahelzone."

Der Ort Tiné liegt im Norden Darfurs  zu beiden Seiten der Grenze Sudan/Tschad. Die Landschaft ist geprägt von der Trockensavanne, also im Bereich der Sahelzone, die sich südlich der Sahara durch ganz Afrika hinzieht.

Das Klima in der Region  ist arid bis semiarid geprägt. Die Jahresniederschläge liegen zwischen 200 Millimetern im Nordosten und 800 Millimetern weiter südlich. Doch der Regen bleibt oft aus, die Niederschläge werden weniger, die Wüste dringt weiter vor.

1994 hat die Regierung in Khartum das Protokoll der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung unterschrieben. Zwei Jahre später schon trat es in Kraft.  Doch davon hat Mohammed Mahmoud nicht viel gemerkt. Die Regierung in Khartoum hat  das Thema nie mit hoher Priorität behandelt, so der Leiter des Sudan-Büros der Organisation SOS Sahel.

Der Darfur-Konflikt begann Anfang 2003. Die sudanesische bombardierte auch Tiné.

"Milizen und die sudanesische Armee vertrieben zigtausende Menschen."

Sie flohen über die Grenze in den Tschad.  Seit September 2003 leistet Ärzte ohne Grenzen in Tiné medizinische Hilfe für die sudanesischen Flüchtlinge.

Seit Dezember 2018 befindet sich der Sudan im Umbruch. Die Menschen hoffen auf mehr Demokratie und eine Verbesserung  der wirtschaftlichen Situation.

Viele Flüchtlinge im Tschad hoffen jetzt auf eine Rückkehr, aber die Lage in Darfur ist sehr unsicher und wo sollen sie hin.  Für die Darfuris ist die Rückgabe von Land, das die Milizen ihnen geraubt oder das sie im Konflikt zurücklassen mussten und das nun von neuen Siedlern besetzt ist, eines der dringlichsten Themen. Viele Flüchtlinge halten die Rückkehr immer noch für zu gefährlich.  Der zivile Widerstand hat einen Diktator gestürzt, aber Elemente des alten Regimes sitzen weiter an den Machthebeln.  Einige der Generäle, die jetzt im „Souveränen Rat“ das Sagen haben, waren an den Gräueltaten beteiligt, die die Menschen aus Darfur zur Flucht zwangen.  Die Verantwortlichen werden weiterhin Straflosigkeit genießen.

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